22/10/2026
Mama, wir sind jetzt erwachsen. Wir brauchen wirklich keinen Adventskalender mehr.“
Diesen Satz höre ich von meinem Sohn inzwischen fast jedes Jahr, wenn die Tage kürzer werden und der Herbst langsam Richtung Winter zieht.
Er sagt das mit diesem typischen, liebevoll-vernünftigen Lächeln, das große Söhne eben so draufhaben, wenn sie längst auf eigenen Beinen stehen.
Meine Tochter hingegen?
Die strahlt jedes Mal übers ganze Gesicht und freut sich immer noch genauso wie früher.
Und was mache ich?
Ich nicke, lächle still in mich hinein – und mache es natürlich trotzdem wieder.
Denn die Wahrheit ist: Vielleicht brauchen meine Kinder keinen Adventskalender mehr. Aber ich brauche das. Als ihre Mama. ❤️
Als ich die beiden Holzrahmen vor mir auf dem Tisch liegen hatte und vierundzwanzig Mal kleine goldene Schoko-Bären und Weihnachtsmänner aufgeklebt habe, ging es mir gar nicht nur um die Schokolade.
Es ging um die leisen Worte dahinter. Darum, ihnen für jeden einzelnen Dezembertag einen kleinen Gedanken mitzugeben.
„Nimm dir Zeit. Dein Weg ist richtig – auf deine Art.“
Egal wie alt sie werden, egal wohin ihr eigener Weg sie führt, welche Träume sie jagen oder welche großen Pläne sie schmieden:
Für mich bleiben sie immer ein Stück weit die beiden kleinen Menschen, die früher mit leuchtenden Augen und viel zu früh am Morgen vor den Türchen standen.
Heute sind es keine Spielzeuge mehr, sondern kleine Anker für den Alltag. Ein kurzes „Ich denk an dich“, ein bisschen Schokolade für die Nerven und das Wissen, dass da immer ein Zuhause ist, in dem jemand unendlich stolz auf sie ist.
Und ich wette: Wenn am 1. Dezember der erste Schokobär vernascht wird, schleicht sich auch bei meinem „erwachsenen“ Sohn ein kleines Grinsen ins Gesicht.
Denn für ein Stück Mama-Liebe im Advent ist man einfach niemals zu groß. ❤️✨