Katzen-verstehen/Katzentraining

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Ich begleite Katzeneltern, die abends mit fauchen ins Bett gehen, eine Katze jagt die andere, und morgens so aufstehen, zu einem entspanntem Zusammenleben mit ihren Katzen.

🐱 „Meine Katze soll endlich mutiger werden!“Diesen Wunsch kann ich gut verstehen.Vielleicht versteckt sich deine Katze, ...
22/10/2026

🐱 „Meine Katze soll endlich mutiger werden!“

Diesen Wunsch kann ich gut verstehen.

Vielleicht versteckt sich deine Katze, sobald Besuch kommt. Vielleicht traut sie sich nicht an der anderen Katze vorbei. Oder sie beobachtet neue Situationen lieber aus sicherer Entfernung.

Und natürlich möchtest du ihr helfen, selbstbewusster zu werden.

Doch dabei übersehen wir manchmal etwas Entscheidendes:

❤️ Deine Katze braucht nicht unbedingt mehr Mut. Sie braucht zunächst das Gefühl, sicher zu sein.

Denn Unsicherheit verschwindet nicht automatisch dadurch, dass wir eine Katze immer wieder mit schwierigen Situationen konfrontieren.

Im Gegenteil: Ist eine Herausforderung zu groß, kann sie die Unsicherheit sogar verstärken.

Deshalb geht es in meiner Arbeit nicht darum, Katzen einfach dazu zu bringen, etwas auszuhalten.

Ich möchte ihnen ermöglichen, eigene Erfahrungen zu sammeln, Situationen besser einzuschätzen und zunehmend selbstständig Entscheidungen zu treffen.

Das kann bedeuten, zunächst mehr Abstand zu schaffen.

Einen sicheren Rückzugsort anzubieten.

Eine Trainingsaufgabe so weit zu vereinfachen, dass die Katze sie bewältigen kann.

Oder ihr einfach die Zeit zu geben, die sie braucht.

Und manchmal ist der größte Fortschritt für uns Menschen kaum sichtbar.

🐾 Eine Katze bleibt etwas länger im Raum.

🐾 Sie schaut neugierig, statt sich sofort zurückzuziehen.

🐾 Sie erholt sich nach einem Schreck schneller.

🐾 Oder sie entscheidet sich zum ersten Mal freiwillig, einen Schritt auf etwas Unbekanntes zuzugehen.

Das sind keine Kleinigkeiten. Das sind wichtige Schritte auf dem Weg zu mehr Sicherheit und Selbstvertrauen.

Natürlich dürfen und sollen Katzen auch Herausforderungen erleben. Entscheidend ist aber, dass diese zu ihren individuellen Möglichkeiten passen.

Denn nachhaltige Veränderung entsteht nicht durch Druck, sondern durch passende Lernerfahrungen.

💬 Jetzt bin ich neugierig:

Was war der vielleicht unscheinbarste Fortschritt deiner Katze, über den du dich trotzdem riesig gefreut hast?

Erzähl es mir in den Kommentaren! ❤️

🐱 Deine Katzen streiten nicht? Das bedeutet nicht automatisch, dass zwischen ihnen alles harmonisch ist.Wenn ich Katzenh...
15/10/2026

🐱 Deine Katzen streiten nicht? Das bedeutet nicht automatisch, dass zwischen ihnen alles harmonisch ist.

Wenn ich Katzenhalter frage, wie ihre Katzen miteinander zurechtkommen, höre ich häufig:

„Eigentlich ganz gut. Sie streiten sich ja nicht.“

Doch Katzenkonflikte sind längst nicht immer laut oder offensichtlich.

Nicht jede Auseinandersetzung endet mit Fauchen, Knurren oder einer wilden Verfolgungsjagd.

Manchmal verändert eine Katze einfach ihren Weg, weil die andere im Durchgang sitzt.

Manchmal werden bestimmte Liegeplätze kaum noch genutzt.

Oder eine Katze zieht sich zunehmend zurück, während die andere scheinbar ganz selbstverständlich ihren Alltag lebt.

Das Schwierige daran: Solche Veränderungen fallen oft erst auf, wenn sie sich bereits über längere Zeit entwickelt haben.

Und natürlich ist nicht jedes Anstarren, Ausweichen oder Zurückziehen gleich ein Problem!

Katzen müssen nicht ständig zusammenliegen, miteinander spielen oder Körperkontakt suchen, um gut miteinander auszukommen.

Entscheidend ist vielmehr, wie frei sich jede Katze im gemeinsamen Lebensraum bewegen und ihre Bedürfnisse ausleben kann.

Deshalb schaue ich bei Konflikten im Mehrkatzenhaushalt nicht nur auf die offensichtlichen Auseinandersetzungen.

Mich interessiert das gesamte Zusammenleben: die Kommunikation, die räumlichen Möglichkeiten, die individuellen Bedürfnisse und die vielen kleinen Situationen dazwischen.

❤️ Denn Harmonie bedeutet nicht, dass Katzen niemals Grenzen setzen. Sondern dass sie miteinander leben können, ohne dauerhaft unter Anspannung zu stehen oder sich gegenseitig einzuschränken.

Jetzt bin ich neugierig:

Hast du bei deinen Katzen schon einmal solche leisen Veränderungen beobachtet? Oder gibt es bei euch eher die lautstarken Diskussionen? 😅

Erzähl gern in den Kommentaren!

„Welche von meinen Katzen ist eigentlich die dominante?“Diese Frage bekomme ich ziemlich häufig gestellt, wenn es zwisch...
01/10/2026

„Welche von meinen Katzen ist eigentlich die dominante?“

Diese Frage bekomme ich ziemlich häufig gestellt, wenn es zwischen Katzen nicht mehr rundläuft.

Genauso wie:
„Wer hat angefangen?“
„Warum macht er das plötzlich?“
„Aber sie können doch zusammen fressen?“
„Die kämpfen ja nicht richtig – ist das überhaupt schon Streit?“

Ich verstehe total, warum man nach der einen Erklärung sucht.

Nur: Im Mehrkatzenhaushalt ist sie selten so einfach.

Wenn eine Katze die andere anstarrt, Wege blockiert, sie von bestimmten Plätzen verdrängt oder ihr hinterherjagt, interessiert mich nicht nur diese einzelne Situation.

Ich möchte das gesamte Muster verstehen.

Wer weicht wem aus?
Welche Räume werden von wem genutzt – und vielleicht plötzlich nicht mehr?
Wo entsteht Anspannung?
Wie reagieren die Katzen aufeinander?
Wie schnell können sie sich anschließend wieder regulieren?
Und welche Bedürfnisse treffen da eigentlich aufeinander?

Denn Katzenkonflikte beginnen nicht erst dort, wo Fell fliegt und Geschrei zu hören ist.

Manchmal sind sie erstaunlich leise.

Und genau deshalb lohnt es sich, früher hinzuschauen, statt erst dann, wenn aus vielen kleinen Situationen ein festgefahrenes Muster geworden ist.

Wie ist es bei deinen Katzen?

Ist sofort offensichtlich, wenn es zwischen ihnen knirscht – oder kennst du eher dieses Gefühl:
„Irgendetwas stimmt zwischen den beiden nicht, aber ich kann es nicht richtig greifen“?

Erzähl mir gern davon in den Kommentaren. 🐱

25/09/2026

Deine Katze hat ihren Katzenfreund verloren. Braucht sie jetzt wieder eine Katze?

Vielleicht hast du das Gefühl:
„Sie kann doch jetzt nicht für immer alleine bleiben.“

Und dann beginnt die Suche.

Ähnliches Alter?
Gleiches Geschlecht?
Vielleicht dieselbe Rasse?
Oder am besten eine junge Katze, damit sie sich leichter anpasst?

Aber genau da würde ich noch gar nicht anfangen.

Denn die viel wichtigere Frage ist:

Welche Katze könnte überhaupt zu deiner Katze passen?

Zwei Katzen können gleich alt sein und trotzdem vollkommen unterschiedliche Bedürfnisse haben.

Die eine möchte mehrmals täglich rennen, jagen, raufen und gemeinsam die Bude auseinandernehmen.

Die andere genießt Gesellschaft – möchte aber hauptsächlich gemeinsam ruhen und ansonsten ihre Ruhe haben.

Eine Katze sucht viel Körperkontakt.

Eine andere mag Nähe, braucht aber gleichzeitig viel Individualdistanz.

Deshalb schaue ich bei der Partnersuche unter anderem auf Aktivitätsniveau, Spielverhalten, Sozialverhalten, Nähe- und Distanzbedürfnis, Persönlichkeit und die bisherigen Erfahrungen mit anderen Katzen.

Und noch etwas ist wichtig:

Nur weil eine Katze ihren Freund verloren hat, bedeutet das nicht automatisch, dass sofort eine neue Katze einziehen muss.

Trauer, verändertes Verhalten oder mehr Nähe zum Menschen bedeuten nicht zwangsläufig:
„Ich brauche schnell einen neuen Katzenpartner.“

Es lohnt sich, erst einmal genau hinzuschauen.

Denn am Ende suchen wir nicht einfach eine zweite Katze.

Wir suchen einen Sozialpartner, mit dem diese individuelle Katze möglichst gut zusammenpassen kann. ❤️

Und es ist auch völlig egal, aber Kater oder Katze, ob gleichgeschlechtlich.

Wenn du für deine Katze einen Partner aussuchen müsstest: Was wäre dir bei der Auswahl am wichtigsten?

17/09/2026

Wie gut kann sich deine Katze eigentlich erschrecken?

Klingt erstmal nach einer ziemlich merkwürdigen Frage. 😅

Aber wenn deine Katze sich erschrickt, interessiert mich nicht nur, wie stark sie in diesem Moment reagiert.

Viel spannender finde ich das, was danach passiert.

Ist sie nach kurzer Zeit wieder entspannt?

Schaut sie sich vielleicht sogar an, was sie erschreckt hat?

Kann sie wieder Futter nehmen, spielen oder mit dem weitermachen, was sie vorher getan hat?

Oder bleibt sie lange angespannt, versteckt sich und reagiert danach auf jedes weitere kleine Geräusch?

Genau das ist auch für unsere Vorbereitung auf Silvester wichtig.

Denn wir können nicht verhindern, dass es draußen plötzlich knallt.

Was wir aber schon jetzt tun können: unserer Katze Möglichkeiten geben, kleine Herausforderungen zu bewältigen und danach wieder herunterzufahren.

Das können neue Gegenstände sein, unterschiedliche Untergründe, kleine Veränderungen, Fummelaufgaben oder einfache Trainingsaufgaben.

Dabei gilt natürlich: Wir erschrecken unsere Katzen nicht absichtlich. Die Herausforderung sollte so klein sein, dass deine Katze sie bewältigen kann.

Denn:

Wir trainieren nicht den Schreck.
Wir trainieren das Danach. ❤️

👉 Beobachte deine Katze diese Woche einmal ganz bewusst: Wie schnell findet sie nach einem kleinen Schreck oder einer ungewohnten Situation wieder zurück?

Schreib mir gern in die Kommentare:
Ist sie eher „Huch! … okay, weiter.“ 😸 oder beschäftigt sie so etwas noch länger?

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„Vielleicht wäre es besser, wenn sie ein neues Zuhause bekommt.“Dieser Gedanke entsteht meistens nicht, weil jemand sein...
12/09/2026

„Vielleicht wäre es besser, wenn sie ein neues Zuhause bekommt.“

Dieser Gedanke entsteht meistens nicht, weil jemand seine Katze nicht liebt.
Sondern weil irgendwann einfach die Kraft ausgeht.

Wenn du seit Wochen oder Monaten Urin wegwischst, ständig kontrollierst, wo die nächste Pfütze ist, und nichts von dem, was du ausprobierst, dauerhaft hilft, kann Unsauberkeit unglaublich zermürbend werden.

Und trotzdem ist die entscheidende Frage nicht nur:
Wie bekomme ich das Pi***ln weg?

Sondern:
Warum zeigt meine Katze dieses Verhalten und was möchte sie mir mitteilen?

Denn hinter Unsauberkeit können körperliche Ursachen stecken – aber auch Stress, Unsicherheit, Veränderungen im Alltag oder Konflikte zwischen Katzen.

Und genau deshalb löst eine Abgabe das eigentliche Problem nicht automatisch. Ein neues Zuhause verändert die Umgebung. Aber das, was hinter dem Verhalten steckt, kann die Katze mitnehmen.

Gerade wenn Unsauberkeit schon länger besteht, braucht es manchmal Zeit, Geduld und vor allem einen strukturierten Blick auf die gesamte Situation.

Nicht den nächsten Tipp aus dem Internet.
Nicht noch irgendein Mittelchen.

Sondern die Frage:
Was passiert bei genau dieser Katze in genau diesem Zuhause?

Denn bevor eine Katze ihr Zuhause verliert, weil es scheinbar „nicht mehr geht“, lohnt es sich, genau dort hinzuschauen. ❤️

👉 Wenn du momentan auch eine Katze hast, die unsauber ist, lass uns connecten und schreibe UNSAUBER in die Kommentare.

Social media ist manchmal wie 80 Köche an einem Topf. 😅Nur dass am Ende nicht die Suppe versalzen ist – sondern deine Ka...
22/08/2026

Social media ist manchmal wie 80 Köche an einem Topf. 😅

Nur dass am Ende nicht die Suppe versalzen ist – sondern deine Katzen möglicherweise noch gestresster sind als vorher.

Du schilderst ein Problem.

Und dann kommen sie:

👉 „Einfach zusammenlassen.“
👉 „Auf keinen Fall zusammenlassen!“
👉 „Die müssen ihre Rangordnung klären.“
👉 „Mehr Geduld.“
👉 „Probier Feliway.“
👉 „Tausch die Decken.“
👉 „Bei meinen hat es auch neun Monate gedauert.“
👉 „Bei meinen war nach drei Tagen alles gut.“

Und mein persönlicher Klassiker:

„Bei meinen Katzen hat das funktioniert.“

Das glaube ich sogar.

Aber deine Katzen sind nicht deren Katzen.

Und genau deshalb sind solche Tipps nicht grundsätzlich falsch – aber sie können im falschen Fall falsch sein.

Eine Katze, die kurz faucht und danach entspannt ihres Weges geht, braucht etwas anderes als eine Katze, die beim Anblick der anderen in massive Erregung gerät und lange braucht, um wieder herunterzufahren.

Eine Katze, die Distanz fordert, braucht etwas anderes als eine, die aktiv verfolgt.

Eine unsichere Katze braucht möglicherweise ein anderes Training als eine Katze, die kaum Impulskontrolle besitzt.

Und eine Gruppe aus vier Katzen ist noch einmal eine ganz andere Dynamik als zwei Katzen, die gerade lernen sollen, miteinander klarzukommen.

Deshalb arbeite ich nicht mit „dem einen Trick“ für Zusammenführungen.

Ich möchte wissen:

Warum entsteht das Verhalten?

Was hält es aufrecht?

Was kann die einzelne Katze bereits – und was noch nicht?

Und genau dort beginnt Training.

Nicht bei Tipp Nr. 38.

💚 Geduld ja. Passivität nein.

Jetzt bin ich neugierig:
Was hast du bei deinen Katzen schon alles ausprobiert, damit es zwischen ihnen besser wird?

Und gab es vielleicht sogar etwas, bei dem du im Nachhinein dachtest:
„Okay … das hätte ich lieber gelassen.“ 🙈

Erzähl mir in den Kommentaren, wo ihr gerade steht und was ihr schon ausprobiert habt. 👇

Ich bin gespannt, was da zusammenkommt.

Eine Katze kann längst wieder ruhig aussehen – und trotzdem noch mitten in ihrer Stressreaktion stecken.Und genau das wi...
12/08/2026

Eine Katze kann längst wieder ruhig aussehen – und trotzdem noch mitten in ihrer Stressreaktion stecken.

Und genau das wird bei Konflikten im Mehrkatzenhaushalt unglaublich oft übersehen.

Da war vielleicht nur ein kurzer Moment:

Ein Anstarren.
Eine Begegnung im engen Flur.
Eine Katze versperrt kurz den Weg.
Ein Erschrecken.
Ein Hinterherlaufen.

Danach passiert scheinbar nichts mehr.

Also denken wir: Alles wieder gut.

Aber so einfach funktioniert das Stresssystem nicht.

Entscheidend ist nämlich nicht nur, wie stark eine Katze auf einen Reiz reagiert, sondern auch, wie lange sie braucht, um danach wieder herunterzufahren.

Und diese Erholungszeit kann von Katze zu Katze sehr unterschiedlich sein.

Während die eine schon kurze Zeit später tatsächlich wieder entspannt ist, trägt die andere die Anspannung noch eine ganze Weile mit sich herum.

Kommt jetzt der nächste Reiz, startet sie nicht wieder bei null.

Und dann noch einer.

Und noch einer.

Bis irgendwann eine scheinbare Kleinigkeit reicht – und die Situation kippt.

Dann höre ich häufig:

„Sie ist aus dem Nichts auf ihn losgegangen.“

Nur war es häufig gar nicht aus dem Nichts.

Wir haben lediglich die vielen kleinen Dinge davor nicht als Teil derselben Entwicklung erkannt.

Genau deshalb reicht es bei Katzenkonflikten nicht, nur daran zu arbeiten, dass sich die Katzen „wieder begegnen können“.

Ich möchte wissen:

Wie schnell gerät jede einzelne Katze in Anspannung?
Wie hoch fährt ihr System dabei?
Wie lange braucht sie, um sich wieder zu regulieren?
Und wie viel Belastung kann sie überhaupt verkraften, bevor das Fass überläuft?

Denn manchmal beginnt der Weg zu einer besseren Beziehung zwischen Katzen nicht zwischen den Katzen.

Sondern bei jeder einzelnen. 💚

Wir müssen die Katze stärken, bevor wir die Beziehung verändern können.

Kennst du diese Situationen, in denen deine Katze scheinbar „aus dem Nichts“ reagiert? Schreib mir gern „Stress“ in die Kommentare.

Adresse

Hauptstraße
Groß Miltzow
17291

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