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HMÜDogs HMÜDogs, mobile Hundeschule in Hann. Münden: Hund-Mensch-Übungen, unterschiedliche Verhaltensther

🐾 HMÜDogs November-Challenge – Jetzt geht’s der Socke an den Kragen! 🧦Draußen ist Schietwetter, dein Hund hat alle Krüme...
01/11/2026

🐾 HMÜDogs November-Challenge – Jetzt geht’s der Socke an den Kragen! 🧦

Draußen ist Schietwetter, dein Hund hat alle Krümel unterm Sofa gefunden und schaut dich an, als wärst du für das weitere Unterhaltungsprogramm zuständig? Heute hat er recht. 😄

Schnapp dir ein Handtuch, einen offenen Karton und eine einzelne Socke. Am besten die, deren Partner seit drei Waschgängen als vermisst gilt. Deine Aufgabe ist es, aus diesen drei Dingen ein eigenes Spiel für deinen Hund zu erfinden. Zwei Quadratmeter Wohnzimmer und fünf Minuten reichen völlig.

🔎 SOKO Socke – Versteck die Socke in einer Handtuchfalte im Karton. Ein Zipfel darf rausgucken. Dein Hund erschnüffelt das Beweisstück, du zahlst die Spürnasenzulage in Keksen.

🧺 Endlich hilft hier mal einer im Haushalt – Die Socke liegt auf dem Handtuch, der Karton steht daneben. Schafft dein Hund es, die Socke in den Karton zu legen? Wer sie erst mal stolz durchs Wohnzimmer trägt, arbeitet offenbar noch im Außendienst. 😉

📦 Reklamation am Paketband – Dein Hund steht mit den Vorderpfoten auf dem Handtuch. Du hältst ihm die Socke über den Karton. Ein Nasenstups, du lässt sie hineinfallen. Rücksendung genehmigt. Begründung: „Der zweite fehlt.“

Bleib beim Spielen dabei. Falls dein Hund Socken für essbar hält, behalte die Socke selbst in der Hand.

🏆 Das kreativste Mensch-Hund-Team gewinnt eine Bullenhautplatte oder Trainingsleckerlis! Zeig uns eure Idee hier in der Gruppe – als Foto, kurzen Clip oder in ein paar Sätzen. Und falls dein Hund die Spielregeln unterwegs eigenmächtig ändert: Genau das möchte ich sehen! 🐾

🎃 Gruselfoto gegen 13 % zusätzlichen Rabatt auf deine Zehnerkarte bei HMÜDogs 👻Zwei leuchtende Augen im Flur. Ein Schatt...
31/10/2026

🎃 Gruselfoto gegen 13 % zusätzlichen Rabatt auf deine Zehnerkarte bei HMÜDogs 👻

Zwei leuchtende Augen im Flur. Ein Schatten hinter der Tür. Und dann schmatzt es verdächtig aus der dunklen Küche … 🐾

Weil ich euch so gerne mag, gibt’s heute ein kleines Halloween-Extra von mir. Schick mir per Privatnachricht ein Gruselfoto von deinem Hund und verrate mir, für welches Training du eine Zehnerkarte buchen möchtest. Dafür bekommst du 13 % zusätzlichen Rabatt auf deine Zehnerkarte.

Ein Kürbis im Hintergrund oder zwei Augen, die unterm Sofa hervorlugen, reichen völlig. Hauptsache, dein Hund fühlt sich wohl. 🎃

Um Mitternacht ist der Spuk vorbei! Schick mir dein Foto und deinen Buchungswunsch heute, am 31. Oktober, bis 23:59 Uhr. Die Trainingstermine kannst du später wahrnehmen. 🕷️

Schaurige Grüße
Eure Nadine von HMÜDogs 🐾

🐾 Agility-Trainerin für HMÜDogs gesucht!Du hast Freude daran, Mensch-Hund-Teams anzuleiten, und weißt: Die größte Heraus...
28/10/2026

🐾 Agility-Trainerin für HMÜDogs gesucht!

Du hast Freude daran, Mensch-Hund-Teams anzuleiten, und weißt: Die größte Herausforderung im Parcours läuft nicht immer auf vier Beinen? Dann sollten wir uns kennenlernen! 😉

Für HMÜDogs in Hann. Münden suche ich eine engagierte Agility-Trainerin, die Fachwissen, Geduld und eine gute Portion Humor mitbringt.

Das bringst du mit:

🐕 Erfahrung im Agility und Freude am Unterrichten
🧠 Einen durchdachten, gesundheitsbewussten Trainingsaufbau
🤝 Einen fairen, belohnungsbasierten Umgang mit Hunden und ihren Menschen
📅 Zuverlässigkeit und eigenständiges Arbeiten
😊 Die Gelassenheit, auch „das andere Links“ freundlich zu erklären

Mir ist wichtig, dass die Teams mit Freude lernen und individuell gefördert werden. Ehrgeiz darf mit auf den Platz – Spaß, Sicherheit und das Wohl der Hunde geben die Richtung vor.

Du möchtest uns kennenlernen?
Dann schreib mir eine Nachricht mit ein paar Worten zu dir und deiner Erfahrung. Umfang, Zeiten und Rahmenbedingungen besprechen wir persönlich.

Ich freue mich auf dich – und auf Menschen, die gelegentlich genauso zielstrebig den richtigen Weg finden wie ihre Hunde. 🐾

🐾 Frech, stur oder ungehorsam – ist dein Hund das wirklich?Oder hat er gelernt, dass sich sein Verhalten lohnt? Ist er g...
27/10/2026

🐾 Frech, stur oder ungehorsam – ist dein Hund das wirklich?

Oder hat er gelernt, dass sich sein Verhalten lohnt? Ist er gerade überfordert? Vielleicht tut er auch einfach etwas völlig Hundetypisches, das nur leider nicht in unseren Alltag passt.

Zeit, genauer hinzuschauen! In meinem Vortrag „Fehlverhalten beim Hund – oder stört es einfach nur uns?“ erfährst du, was hinter unerwünschtem Verhalten stecken kann und wie du deinen Hund besser verstehst.

Wann? Donnerstag 18:30, ich freue mich auf euch!

📩 Jetzt bei HMÜDogs anmelden und deinen Hund aus einem anderen Blickwinkel kennenlernen!

25/10/2026

🐾 Muss der Hund das wirklich lassen – oder müssen wir erst einmal genauer hinschauen?

Bellen, Buddeln, Knurren oder Jagen: Nicht alles, was uns stört, ist gleich eine Verhaltensstörung. Trotzdem kann hinter unerwünschtem Verhalten auch echte Überforderung stecken. Wie unterscheiden wir das – und wie finden wir faire Lösungen für den Alltag?

Genau darum geht es in meinem Vortrag „Fehlverhalten beim Hund – oder stört es einfach nur uns?“

📅 Donnerstag, 29. Oktober 2026, um 18:30 Uhr
💶 Teilnahme: 35,00 €

Du möchtest deinen Hund besser verstehen? Dann sei dabei! 🐾 Alle weiteren Infos findest du im ursprünglichen Beitrag. Bei Interesse melde dich gerne bei mir.

Teilen ausdrücklich erwünscht! ❤️

🎄🐾 Wenn nicht zu Weihnachten – wann dann?Wir wollen gemeinsam mit euch Gutes tun und den Tierhafen sowie Aktiv für Hunde...
25/10/2026

🎄🐾 Wenn nicht zu Weihnachten – wann dann?

Wir wollen gemeinsam mit euch Gutes tun und den Tierhafen sowie Aktiv für Hunde in Not e.V. unterstützen. Für unseren Weihnachtsbasar suchen wir noch kreative Menschen, die mit einem Stand dabei sein möchten. ❤️

Vielleicht ist das genau etwas für dich oder du kennst jemanden, der jemanden kennt? Dann meldet euch gerne bei uns und teilt den ursprünglichen Beitrag fleißig weiter. Gemeinsam können wir etwas bewegen! 🐕🐈🎁

🎄 Aussteller für unseren Weihnachtsbasar zugunsten des Tierschutzes gesucht! 🐾

Wir planen einen liebevoll gestalteten Weihnachtsbasar, dessen Erlös dem Tierhafen und Aktiv für Hunde in Not e.V. zugutekommt – und dafür suchen wir noch kreative Ausstellerinnen und Aussteller!

Du stellst selbstgemachte Dekorationen, Hundezubehör, Kunsthandwerk, Geschenkideen, Leckereien oder andere schöne Dinge her, die wunderbar in die Weihnachtszeit passen? Dann freuen wir uns, wenn du mit einem eigenen Stand dabei bist und gemeinsam mit uns etwas Gutes tust.

Gesucht werden beispielsweise:

🐾 handgefertigtes Hundezubehör
🎄 Weihnachtsdekoration
🕯️ Kerzen und kleine Geschenkideen
🧶 Genähtes, Gestricktes oder Gehäkeltes
🎨 Kunsthandwerk und kreative Einzelstücke
🍪 Selbstgemachte Leckereien für Mensch oder Hund
🎁 Regionale Produkte und liebevolle Besonderheiten

📅 Datum: 29.11.
📍 Ort: Sportplatz Wilhelmshausen

Du möchtest mit einem Stand dabei sein oder kennst jemanden, dessen Angebot perfekt zu unserem Weihnachtsbasar passen würde? Dann melde dich gern per Nachricht bei uns.

Teilen ist ausdrücklich erwünscht – schließlich darf dieser Weihnachtsbasar nicht nur schön werden, sondern vor allem möglichst viel Unterstützung für den Tierschutz bringen. ❤️🐕🐈

Dein Hund wälzt sich? Bitte nicht sofort die Lebenskrise diagnostizieren. 🌿🐾Der Hund liegt im Gras, streckt die Beine in...
24/10/2026

Dein Hund wälzt sich? Bitte nicht sofort die Lebenskrise diagnostizieren. 🌿🐾

Der Hund liegt im Gras, streckt die Beine in die Luft und schrubbert mit offensichtlich großem Einsatz seinen Rücken über den Boden. Früher hätte man vielleicht gesagt: „Der lässt es sich aber gut gehen.“ Heute steht vorsichtshalber schon jemand mit einer Stressanalyse daneben. Wälzen? Übersprungshandlung! Zu viel Aufregung! Unbedingt die Situation verändern! Einen Moment bitte. Können wir den Hund erst einmal wieder aufstehen lassen, bevor wir seine gesamte Lebensführung infrage stellen?

Ich finde es wichtig, dass wir genauer auf unsere Hunde schauen. Dass wir Unwohlsein erkennen, Grenzen respektieren und Verhalten hinterfragen. Aber genauer hinschauen bedeutet eben auch, nicht aus einer einzelnen Bewegung eine fertige Diagnose zu basteln. Ein Hund, der gähnt, ist nicht automatisch überfordert. Einer, der sich schüttelt, hat nicht zwangsläufig gerade ein traumatisches Erlebnis verarbeitet. Und ein Hund, der sich wälzt, muss nicht dringend aus seinem offenbar unerträglichen Alltag gerettet werden. Vielleicht ist das Gras einfach großartig. Vielleicht juckt der Rücken. Vielleicht liegt er auf einem Duft, dessen Herkunft wir lieber niemals erfahren möchten.

Wälzen kann viele Gründe haben – und genau deshalb lohnt sich der Blick auf den ganzen Hund. Manche Hunde genießen es, ihren Körper über weichen Teppich, eine Wiese oder die frisch bezogene Couch zu bewegen. Letzteres natürlich besonders gern, wenn draußen noch ausreichend Feuchtigkeit vorhanden war. Andere wälzen sich beim Spielen, mit einem Spielzeug oder in ausgelassener Stimmung. Wieder andere haben eine geruchliche Kostbarkeit entdeckt. Wir sehen einen verwesenden Regenwurm, der Hund sieht eine exklusive Gelegenheit zur persönlichen Duftgestaltung. Warum Hunde sich in bestimmten Gerüchen wälzen, ist nicht abschließend geklärt. Dass unsere Begeisterung darüber häufig etwas verhaltener ausfällt, dagegen schon.

Auch körperliche Gründe können eine Rolle spielen: Eine Stelle juckt, lose Haare oder etwas im Fell stören, der Untergrund fühlt sich angenehm an. Beim Wälzen können außerdem Gerüche aufgenommen und eigene Gerüche auf der Unterlage hinterlassen werden. Ob das im jeweiligen Moment tatsächlich die Absicht des Hundes ist, können wir ihm allerdings nicht einfach unterstellen. Schließlich hat er uns kein schriftliches Konzept für seine Rasenbehandlung vorgelegt. Und ja, Wälzen kann auch im Zusammenhang mit inneren Konflikten oder hoher Erregung auftreten und als Übersprungsverhalten eingeordnet werden. Es ist eine mögliche Erklärung. Keine Universalübersetzung für jeden Hund mit den Pfoten nach oben.

Spannend wird es deshalb bei der Frage: Was ist vorher passiert, wie wirkt der Hund dabei und was macht er anschließend? Wälzt er sich mitten in einem lockeren Spiel, bewegt sich weich und nimmt danach wieder fröhlich Kontakt auf? Oder gab es vorher eine unangenehme Begegnung, bedrängendes Anfassen, Ausweichversuche und deutliche Anspannung? Das sind unterschiedliche Situationen. Die lassen sich nicht sinnvoll unter „Hat sich gewälzt, also war alles zu viel“ zusammenfassen. Körpersprache besteht schließlich aus mehr als einem einzelnen Standbild. Sonst könnten wir auch jeden Menschen, der sich aufs Sofa fallen lässt, wahlweise für tiefenentspannt oder kurz vor dem Zusammenbruch erklären. Je nachdem, welche Überschrift wir gerade brauchen.

Gerade beim Streicheln lohnt es sich, ehrlich hinzuschauen. Sucht der Hund selbst Nähe, bleibt freiwillig dabei und fordert nach einer Pause weiteren Kontakt ein? Oder dreht er den Kopf weg, wird steif, möchte gehen oder versucht sich der Berührung zu entziehen? Das hilft uns bei der Einschätzung deutlich mehr als das Wälzen allein. Ein Hund kann sich nach schönem Körperkontakt genüsslich über den Teppich rollen. Er kann sich nach einer unangenehmen Berührung aber auch in einem ganz anderen Zustand befinden. Deshalb wäre weder „Streicheln unbedingt einstellen!“ noch „Mach einfach weiter, der findet das toll!“ eine vernünftige Ferndiagnose. Der Hund darf uns schon selbst zeigen, was er davon hält. Wir müssten ihm nur gelegentlich zuhören, statt unsere Erklärung über ihn drüberzustülpen.

Und dann gibt es diese Hunde, die sich nach einem besonderen Futterfund, zum Spielbeginn oder einfach auf einer passenden Wiese einmal ausgiebig durch die Gegend rollen. Mit Körpereinsatz, Geräuschkulisse und einer Ernsthaftigkeit, die man sich beim Rückruf gelegentlich wünschen würde. Das kann zu Wohlbefinden, Spiel und positiver Erregung passen. Vielleicht fühlt sich die Bewegung schlicht gut an und wird deshalb gern wiederholt. Dafür muss kein Problem dahinterstecken. Trotzdem ist auch „Der wälzt sich, also ist er glücklich“ für sich genommen zu einfach. Ich schaue mir an, ob diese Einschätzung zum restlichen Verhalten passt.

Was ich schwierig finde: Wenn aus Angst vor Stress irgendwann alles gestrichen wird, was einen Hund lebendig werden lässt. Spielen? Lieber vorsichtig. Rennen? Ganz schön aufregend. Kuscheln? Danach hat er sich gewälzt, das war offenbar auch verkehrt. Am Ende sitzt der Hund in einem Alltag, in dem möglichst wenig passiert, damit bloß keine Erregung entsteht. Herzlichen Glückwunsch, wir haben das betreute Warten auf die nächste Mahlzeit perfektioniert. Natürlich brauchen Hunde Ruhe, Sicherheit und passende Anforderungen. Sie dürfen sich aber auch freuen, neugierig sein, spielen und aufgeregt etwas Schönes erwarten. Erregung ist nicht automatisch Überforderung. Entscheidend ist unter anderem, wie intensiv und anhaltend sie ist, wie der Hund die Situation bewältigt und ob er anschließend wieder zur Ruhe findet.

Tritt Wälzen plötzlich auffällig häufig auf, wirkt hektisch oder geht mit starkem Kratzen, Hautveränderungen oder erkennbarem Unwohlsein einher, schaue ich auch nach körperlichen Ursachen und lasse diese gegebenenfalls tierärztlich abklären. Zeigt der Hund rundherum Unsicherheit oder Konfliktverhalten, nehme ich das ebenfalls ernst. Aber einem locker wirkenden Hund auf einer Wiese vorsorglich das Wälzen abzugewöhnen, weil irgendwo „Stress“ darübersteht, hilft uns nicht weiter. Gutes Beobachten bedeutet, Zusammenhänge zu erkennen – und auch auszuhalten, dass dieselbe Bewegung Unterschiedliches bedeuten kann.

Also: Schaut hin, nehmt euren Hund ernst und lasst trotzdem etwas Platz für Lebensfreude. Nicht jede Pfote in der Luft ist ein Hilferuf. Manchmal ist es einfach ein Hund, der seinen Rücken gerade ausgesprochen angemessen findet. Und manchmal ist es Fuchskacke. Dann dürft ihr selbstverständlich kurz an euren Lebensentscheidungen zweifeln. 🌿

Warum der Leinenruck das Ziehen an der Leine verschlimmern kann. 🌿Der Hund zieht. Der Mensch ruckt. Der Hund zieht weite...
24/10/2026

Warum der Leinenruck das Ziehen an der Leine verschlimmern kann. 🌿

Der Hund zieht. Der Mensch ruckt. Der Hund zieht weiter. Der Mensch ruckt kräftiger. Nach zwanzig Minuten sind beide angespannt, einer hat einen schmerzenden Arm und der andere weiß immer noch nicht, was er eigentlich machen soll. Aber immerhin waren wir an der frischen Luft. Soll ja gut gegen Stress sein. Die Idee hinter dem Leinenruck klingt verlockend einfach: Der Hund zieht, es wird unangenehm, der Hund hört auf. Fertig ist die Erziehung. Dummerweise hängt am anderen Ende der Leine ein Lebewesen mit Bedürfnissen, Gefühlen und Lernerfahrungen. Kein Einkaufswagen mit klemmender Rolle, den man durch einen beherzten Ruck wieder auf Kurs bringt.

Warum zieht der Hund überhaupt? Vielleicht möchte er zu einer spannenden Geruchsstelle. Vielleicht entspricht unser Spaziergangstempo für ihn einer Führung durch das Archiv für Steuerbescheide. Vielleicht ist er aufgeregt, unsicher oder möchte schnell an etwas vorbei. Vielleicht hat er gelernt, dass Ziehen funktioniert, weil er damit seit Monaten zuverlässig sein Ziel erreicht. Und vielleicht hat ihm bisher niemand verständlich erklärt, was wir unter lockerer Leine verstehen. „Jetzt lauf doch endlich vernünftig!“ ist für uns eine klare Ansage. Für einen Hund ist es zunächst ein ziemlich emotional vorgetragener Fremdsprachensatz. All diese Hunde zeigen nach außen dasselbe: eine straffe Leine. Trotzdem brauchen sie unterschiedliche Unterstützung. Ein Hund, der aus Unsicherheit Abstand sucht, hat eine andere Aufgabe als einer, der dringend die vollständige Nachrichtenlage am Laternenpfahl auswerten möchte.

Druck kann Gegendruck auslösen – aber die Erklärung ist komplexer als ein einzelner Reflex. Wenn Zug auf Halsband oder Geschirr entsteht, stemmen sich viele Hunde dagegen, spannen ihre Muskulatur an oder versuchen weiter nach vorn zu kommen. Willkommen beim Tauziehen, Disziplin „Wir wollten eigentlich nur kurz um den Block“. Die pauschale Erklärung, jeder Hund schalte bei Druck automatisch auf einen unvermeidbaren Gegenzugreflex, greift allerdings zu kurz. Lernerfahrung, Erregung und Situation spielen ebenfalls eine Rolle. Ein Ruck kann zusätzlich erschrecken, verunsichern oder Schmerzen verursachen. Wir wünschen uns einen entspannten Hund und sorgen erst einmal für einen ordentlichen Schreck. Pädagogisch ungefähr auf dem Niveau von: „ENTSPANN DICH JETZT SOFORT!“ Hat bei Menschen bekanntlich auch eine beeindruckende Erfolgsquote.

Ein kurzer Moment ohne Ziehen bedeutet noch lange nicht, dass der Hund etwas verstanden hat. Natürlich kann ein Hund nach einem Leinenruck langsamer werden oder sein Verhalten unterbrechen. Er kann auch erschrocken sein und versuchen, den nächsten unangenehmen Moment zu vermeiden. Von außen sieht beides möglicherweise schön ordentlich aus. Nur weil die Leine kurz durchhängt, wurde im Hundekopf noch kein Fortbildungszertifikat für Leinenführigkeit ausgestellt. Außerdem bestimmen wir nicht einfach, womit unser Hund das Unangenehme verknüpft. Wir denken: „Das war für das Ziehen.“ Er sieht gerade einen anderen Hund, einen Menschen oder ein Fahrrad. Wiederholt sich das, können genau diese Begegnungen zusätzlich unangenehm werden. Aversive Trainingsmethoden bergen Risiken für Angst, Stress und aggressives Verhalten; die tierärztliche Fachgesellschaft AVSAB empfiehlt deshalb belohnungsbasiertes Training und rät von Leinenkorrekturen ab. (avsab.org⁠) Und irgendwann fragen wir uns, warum unser Hund beim Anblick eines Artgenossen schon auf Spannung geht. Sehr rätselhaft. Schließlich haben wir doch jedes Mal gewissenhaft an der Leine geruckt.

Was ich meinem Hund stattdessen vermitteln möchte: So funktioniert gemeinsames Gehen. Dafür warte ich nicht, bis er mit vollem Körpereinsatz am Leinenende hängt und ich innerlich bereits meinen Orthopäden anrufe. Ich schaue früher hin: Er geht ein paar Schritte mit lockerer Leine? Er passt sein Tempo an? Er orientiert sich freiwillig zu mir oder nimmt nach dem Schnüffeln wieder Kontakt auf? Genau das bekommt eine Rückmeldung. Möglichst dann, wenn es passiert. Nicht erst drei Straßen später, nachdem wir sämtliche Fehler kommentiert und die guten Momente großzügig übersehen haben. „Solange du alles richtig machst, sage ich nichts“ ist schließlich auch im menschlichen Zusammenleben ein ausgesprochen beliebtes Motivationskonzept. Ich beginne mit wenig Ablenkung, kurzen Einheiten und Anforderungen, die mein Hund bewältigen kann. Zwei gute Meter bringen uns mehr als zwanzig Minuten gegenseitiges Nervensägen. Auch die RSPCA empfiehlt kurze, regelmäßige Einheiten und das Belohnen lockerer Leine – beispielsweise mit Futter oder dem Zugang zu etwas Interessantem. (rspca.org.uk⁠)

Denn ja: Die Welt darf eine Belohnung sein. Zur Wiese gehen, eine Geruchsstelle untersuchen, gemeinsam weiterlaufen. Mein Hund muss mich nicht während des gesamten Spaziergangs anhimmeln, als hätte ich persönlich das Nassfutter erfunden. Er darf schnüffeln, seine Umwelt wahrnehmen und Hund sein. Ich wünsche mir eine lockere Leine, keine vierzigminütige Bewerbung um die Position „Mitarbeiter des Monats“. Wird die Leine straff, löse ich die Situation möglichst ruhig auf: rechtzeitig langsamer werden, freundlich Kontakt anbieten, bei Bedarf Abstand schaffen und gemeinsam neu starten. Bleibt mein Hund ständig am Leinenende, überprüfe ich die Bedingungen: Ist die Umgebung zu schwierig? Ist er zu aufgeregt? Braucht er mehr Abstand, mehr Gelegenheit zum Erkunden oder kleinere Trainingsschritte? Einfach stehen zu bleiben und darauf zu warten, dass ein überforderter Hund seine Ausbildung selbst übernimmt, ist jedenfalls ein recht ambitioniertes Konzept.

Leinenführigkeit entsteht durch verständliches Training, passende Bedingungen und Wiederholung. Mein Hund soll lernen, wie gemeinsames Gehen funktioniert und dass es sich für ihn lohnt. Dazu muss ich die guten Momente wahrnehmen, statt ausschließlich auf die nächste Gelegenheit zur Korrektur zu warten. Wer jeden Fehler zuverlässig kommentiert, aber jeden Fortschritt schweigend hinnimmt, darf sich über mangelnde Orientierung zumindest nicht allzu sehr wundern. Die Leine ist unsere Sicherung. Wenn sie gleichzeitig erklären, beruhigen, Vertrauen aufbauen und sämtliche Erziehungsarbeit erledigen soll, sollten wir ihr wenigstens ein angemessenes Gehalt zahlen. 🌿

23/10/2026

Livo, gerade mal 10 Monate und damit aktuell der jüngste in der Truppe 🤩

23/10/2026

Ein kleiner Einblick in die Arbeit mit Emma 🤩

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Sichelnsteiner Weg 43
Hannoversch Münden
34346

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