29/10/2026
Wenn ein Betrieb sparen muss, entscheidet die Reihenfolge.
Wenn es wirtschaftlich eng wird, reden alle übers Kostensenken.
Aber die entscheidende Frage ist doch:
👉 Wo fange ich an – und was fasse ich möglichst lange nicht an?
Ich habe da als Unternehmer eine klare Reihenfolge.
1️⃣ Unnötige Kosten streichen
🔹 Software-Abos, die keiner nutzt.
🔹 Fahrzeuge, die kaum bewegt werden.
🔹 Lagerbestände, die seit Jahren herumliegen.
🔹 Mitgliedschaften ohne Mehrwert.
Hier würde ich immer zuerst ansetzen.
2️⃣ Einkauf optimieren
Preise nachverhandeln, Bestellungen bündeln, Lieferanten vergleichen und Skonto nutzen, wenn es sich rechnet.
Oft lässt sich hier sparen, ohne an der Qualität zu drehen.
3️⃣ Investitionen verschieben
Aber: Verschieben heißt nicht streichen!
Was Umsatz bringt oder Ausfälle verhindert, bleibt. Was nur Komfort schafft, kann warten.
4️⃣ Eigene Entnahmen überprüfen
Bevor ich bei meinen Mitarbeitern spare, muss ich als Chef auch bei mir selbst anfangen.
Das gehört für mich zur Verantwortung.
5️⃣ Arbeitszeit und Überstunden prüfen
Überstunden abbauen, Arbeitszeiten anpassen und gegebenenfalls Kurzarbeit prüfen.
Natürlich im Rahmen der geltenden Regeln.
6️⃣ Personal – wirklich erst zuletzt
Denn einen guten Gesellen zu verlieren, ist teuer.
👉 Neue Mitarbeiter suchen.
👉 Einarbeiten.
👉 Verlorene Erfahrung ersetzen.
👉 Produktivitätsverluste auffangen.
Und wenn die Auftragslage wieder anzieht, fehlt genau dieser Mitarbeiter.
Was ich möglichst nie zuerst kürzen würde:
❌ Ausbildung
❌ Arbeitssicherheit
❌ Gutes Werkzeug
❌ Notwendige Wartung
❌ Qualität
Denn das sind keine unnötigen Kosten.
Das ist die Substanz unseres Betriebs.
Wer hier spart, hat vielleicht kurzfristig mehr Geld auf dem Konto, zahlt langfristig aber oft drauf.
👉 Kosten senken kann jeder. Aber so sparen, dass der Betrieb danach noch leistungsfähig ist – das ist die eigentliche Aufgabe eines Unternehmers.
Und genau daran erkennt man für mich gute Betriebsführung.