08/10/2026
ORGELWEIHE AUGUSTUSBURG 2/3 – Das Instrument
Die Orgel in der Stadtkirche Augustusburg verbindet heute ein bedeutendes historisches Instrument mit zahlreichen neuen klanglichen und technischen Möglichkeiten. Was die „360° Klangwelt“ in Augustusburg auszeichnet, lässt sich am besten vor Ort hören und erleben. Mit dieser Bildergalerie möchten wir einige Einblicke in das Instrument und in Bereiche geben, die den Besuchern normalerweise verborgen bleiben.
Die historische Hauptorgel von Emil & Bruno Jehmlich aus dem Jahr 1896 wurde umfassend restauriert und in ihrer ursprünglichen Disposition wiederhergestellt. Behutsame technische und klangliche Ergänzungen erweitern ihre musikalischen Möglichkeiten, ohne die historische Substanz zu beeinträchtigen. Daneben entstanden vollständig neue Teilwerke an verschiedenen Positionen im Kirchenraum. Dazu gehören die beiden Filialwerke Ost und West, die Altarorgel sowie weitere Ergänzungen im Bereich der Empore. Vom neuen Zentralspieltisch aus können sämtliche Werke einzeln oder gemeinsam gespielt werden.
Eine besondere Rolle spielen die zahlreichen orchestralen und charakteristischen Klangfarben. Dazu gehören unter anderem Celesta, Vox angelica, Panflöte und Englischhorn. Die liegenden Vulcanbass-32′-Pfeifen verleihen der Orgel die nötige Gravität. Ihr Name nimmt Bezug auf die geologische Geschichte des 517 Meter hohen Schellenberges.
Röhrenglocken, acht im Kirchenraum verteilte Vogelstimmen und ein Marimbaphon erweitern das Pfeifenwerk um weitere besondere Klangfarben und eröffnen vielfältige musikalische Möglichkeiten.
Seit Februar 2024 waren rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Werkstatt mit Restaurierung, Rekonstruktion, Neubau, technischer Erweiterung und Intonation beschäftigt. Mit der Einweihung findet damit ein außergewöhnliches und für unsere Werkstatt sehr besonderes Orgelbauprojekt seinen Abschluss.